Katja Bahadori
Große Klappe, starke Stücke
Das GRIPS Theater ist Ursprung des realistischen Kinder- und Jugendtheaters. Vor fast 50 Jahren, mit der Gründung des GRIPS Theaters, wurden erstmals im Kinder- und Jugendtheater nicht Fantasiegeschichten gezeigt, sondern Geschichten aus der Lebenswelt der Zielgruppe. Die neue Art, Theater für Kinder und Jugendliche zu machen, kam bei dem Publikum gut an, und so wurden viele der Stücke, die im GRIPS Theater produziert wurden, in Deutschland und rund um die Welt nachinszeniert und einige auch verfilmt. Dabei standen und stehen bei den Stücken des GRIPS Theaters immer die Rechte der Kinder im Vordergrund. Die Kinder und Jugendlichen sollen nicht nur unterhalten werden, sondern auch darin bestärkt werden, ihre Bedürfnisse einzufordern sowie den kleinen Schritt zu tun, der ihr Leben besser macht. Damit ist die Theaterform, welche durch das GRIPS geprägt wurde, nicht nur realistisch, sondern zugleich auch emanzipatorisch.
Mit dem Eintreten für die Bedürfnisse der Kinder ist das GRIPS auch Vorreiter der Kinderrechte und als einziges Theater Mitglied der National Coalition Deutschland, dem Netzwerk zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention. Immer wieder strebt das Theater die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Partnern an, um gemeinsam für Kinder aktuelle und relevante Themen voran zu bringen.