Zu wenig Berufserfahrung

9 Beiträge:

soltyr

#1

Hallo zusammen,

ich möchte mir hier mal kurz etwas von der Seele schreiben und euch um eure Meinung/Einschätzung oder was auch immer fragen.

Ich bin jetzt seit knapp einem Jahr fertig mit meinem Studium und bin in einer Anstellung. Jedoch bin ich im Moment nicht besonders glücklich, da ich seit fast 6 Monaten 60 Stunden in der Woche arbeite. Und das, obwohl ich nur 40 h bezahlt bekomme. Also versuche ich mich bei anderen Firmen zu bewerben. Und was bekomme ich von 95 % der Firmen als Antwort? Ich habe zu wenig Berufserfahrung. Aber wie zur H… soll ich Berufserfahrung erlangen, wenn ich keine Chance bekomme bei einer anderen Firma anzuheuern? Derzeit bin ich am Überlegen, ob ich nicht einfach meinen Arbeitsvertrag, welcher auf ein Jahr begrenzt ist, auslaufen lasse. Und dann steh ich aber blöderweise da ohne Job, weil ich ja zu wenig Berufserfahrung habe.

Letztens hatte ich die gleiche Diskussion und mein gegenüber meinte, dass ein guter Chef es egal ist, wie viel Berufserfahrung man hat. Und dieser Meinung kann ich mich fast anschließen. Wie seht ihr das?

Danke für eure Beiträge.

#2

Hallo zusammen,

ich möchte mir hier mal kurz etwas von der Seele schreiben und
euch um eure Meinung/Einschätzung oder was auch immer fragen.

Ich bin jetzt seit knapp einem Jahr fertig mit meinem Studium
und bin in einer Anstellung. Jedoch bin ich im Moment nicht besonders
glücklich, da ich seit fast 6 Monaten 60 Stunden in der Woche
arbeite. Und das, obwohl ich nur 40 h bezahlt bekomme. Also versuche
ich mich bei anderen Firmen zu bewerben. Und was bekomme ich
von 95 % der Firmen als Antwort? Ich habe zu wenig Berufserfahrung.
Aber wie zur H… soll ich Berufserfahrung erlangen, wenn ich keine
Chance bekomme bei einer anderen Firma anzuheuern? Derzeit bin
ich am Überlegen, ob ich nicht einfach meinen Arbeitsvertrag,
welcher auf ein Jahr begrenzt ist, auslaufen lasse. Und dann
steh ich aber blöderweise da ohne Job, weil ich ja zu wenig Berufserfahrung
habe.

Letztens hatte ich die gleiche Diskussion und mein gegenüber
meinte, dass ein guter Chef es egal ist, wie viel Berufserfahrung
man hat. Und dieser Meinung kann ich mich fast anschließen. Wie
seht ihr das?

Danke für eure Beiträge.

alles quatsch.
lass dich nicht unterkriegen. berufserfahrung hin oder her. auf den menschen kommt es an. und das du bereit bist zu arbeiten belegt ja deine arbeitszeit.

nur bitte- mach dich nicht selbständig. die Zeiten, dass man damit reich und berühmt wird sind ein für alle male vorbei. als Freiberufler geniest du das Image: hat für ne Festanstellung nicht gereicht.

Das Agenturen ihre Mitarbeiter ausnehmen ist ja nix neues.

| Antwort auf soltyr

soltyr

#4

Hallo,

zunächst mal danke für die Antworten.

Von Beruf bin ich eigentlich Diplom Informatikerin. Während des Studiums habe ich mich für die Vertiefungsrichtung Multimedia (CGI, Motion Design usw.) entschieden.

#5

Moin,

nich unterkriegen lassen.
Wenn Du noch jung bist, was ich jetzt vermute dann:

  • weiter bewerben
  • freelance ein bischen, d.h. mach bei einigen Projekten, auch mal unent„geld„lich mit. (Bewerbungsfilme – No Budget Projekte). Da gibt es genug die CGIs brauchen.
  • weiter bewerben

Ich kenn das mit dem „keine Chance geben“.
Ich bin jetzt 41 und sogar ich höre das noch.
Liegt auch daran, das sich die Leute einfach die Bewerbungen wahrscheinlich nicht richtig durchlesen.

Nicht aufgegeben!

Grüße Michael
BerlinBrandenburg-TV.de

| Antwort auf soltyr

#6

was bist Du denn von Beruf?

1984 bis 2004 angestellter Grafiker
2001 bis 2007 freiberuflicher Grafiker

„mit welchem recht erlauben SIE sich 60 euro die stunde zu verlangen? was glauben SIE eigentlich wer sie sind?“ Zitat Kunde...
Wenn man auf einen Kunden trifft, der dein Honorar nicht in Frage stellt, hat dieser mindestens eine Bewerbung von einem Grafiker oder einer Agentur die Woche, die deinen Job machen wollen. Es ist so schwer sich im Markt zu behaupten.

angestellt war es, trotz 60-stunden-woche, wesentlich angenehmer.

als freiberufler darfst du so vieles nicht vergessen.
ich habe nicht wenige kennen gelernt, die nach zwei Jahren ganz einfach am Finanzamt scheitern (Nachzahlung für die vorangegangenen zwei Jahre – Vorauszahlung fürs kommende Jahr). wenige haben es geschafft und leben wohlhabend, die meisten krebsen vor sich hin, waren seit Jahren nicht mehr im Urlaub (ich meine Urlaub ohne Laptop) und sehnen sich nach einer Anstellung.

  • derjoe

soltyr

#7

Hi,

ich möchte mich recht herzlich für eure Kommentare und Erfahrungen. Das finde ich für mich persönlich sehr hilfreich.

@quasimidi: Das mit den „no budget“ Projekten werden ich demnächst bestimmt ein mal ausprobieren. Vielen Dank.

CU

Typografie/im/Kontext

Typografie/im/Kontext

#8

Ich würde grundsätzlich eine Freiberuflichkeit immer der Anstellung vorziehen und ich bin nicht der Meinung, dass man als Freiberufler den Ruf genießt ‚für eine Festanstellung hat es nicht gereicht‘. Letztendlich zählen die Arbeiten und nichts anderes.

All die aufgezählten ‚Nachteile‘ des Freiberuflerdaseins werden durch eine Menge Vorteile aufgewogen. Es fängt an beim selbstorganisierten Arbeiten, geht weiter über die Auswahl der Projekte, bis hin zur eigenen ständigen Weiterentwicklung. Ein/e Gestalter/in ist nicht nur Gestalter/in sondern vor allem auch Mensch. Und der bleibt im Festangestelltenverhältnis leider manchmal auf der Strecke.

Natürlich ist der freie Weg der schwierigere, aber auch der anspruchsvollere. Und ich denke, dass man alles lernen kann – auch das Umgehen mit den Bürokratien des Finanzamtes.

Letztendlich ist es vielleicht auch eine Mentalitätsfrage ob man in Anstellung oder doch lieber freiberuflich arbeiten möchte. Ich kenne sehr viele postive Beispiele von Existenzgründern, Freiberuflern oder Freelancern!

Lg, Andrea

Kerakon, Anna

#9

Hallo,

ich arbeite derzeit an no budget projekten in gemeinützigen Orten (vereine
und kirchen ) mit. Ich habe nach meiner Weiterbildung das gleiche Problem.

Villeicht wären designausschreibungen eine Möglichkeit -
neben das Auge wären Blogs auch eine Möglichkeit ihre Arbeiten zugängliche zu machen.

www.blog.de

zm bsp-

viele grüsse

mokolas

Bitte logge dich ein, um einen einen Forenbeitrag zu verfassen.

Einloggen mit deinem Konto bei…


…oder OpenID: