„Chrome“: Google bringt eigenen Browser

Google hat angekündigt, künftig auch im Browsermarkt mitmischen zu wollen. Der neue Browser namens „Chrome“ soll heute in einer Vorabversion für Windows erscheinen und will sich auf „Webanwendungen“ spezialisieren.

Mit „Chrome“ hat Google heute überraschend einen neuen Webbrowser angekündigt. Laut Google lag der Fokus bei der Entwicklung weniger auf klassischen Webseiten, als auf webbasierten „Anwendungen“ wie Google Apps. In diesem Sinne positioniert sich die Anwendung gleich doppelt gegen Microsoft, nämlich nicht nur gegen den Internet Explorer, sondern auch gegen Microsoft Office.

Webkit und V8 unter der Haube

Webentwickler wird freuen, dass Google keine neue Rendering-Engine, die es zu testen gälte, einführen will. Stattdessen setzt man auf Bewährtes und bedient sich bei dem Opensource-Projekt Webkit, auf dem auch Apples Safari basiert. Der Javascript-Interpreter ist hingegen nach Googles Angaben neu – er nennt sich „V8“ und wurde bei einem Entwicklerteam aus Dänemark eingekauft.

Abgeschottete Tabs

Der Unterschied von Chrome zu anderen Browsern soll insbesondere eine optimierte Speicherverwaltung sein, die dem Umstand Rechnung tragen soll, dass man es heute immer häufiger mit „Anwendungen“ als mit bloßen Seiten zu tun habe. So werden die einzelnen Tabs in eigenen Prozessen gegeneinander abgeschottet, wodurch sich die Stabilität erhöhen soll. Augenfälligstes Merkmal ist, dass jeder Reiter über seine eigenen Bedienelemente und sein eigenes Adressfeld verfügt.

Comic

Details für technisch Interessierte hat Google in einem Comic veröffentlicht, den Google vorab an verschiedene Blogger verschickt hat. Wie das Fontblog zu berichten weiß, stammt es aus der Feder von Scott McCloud, Schöpfer des Klassikers „Understanding Comics“. Leider patzt McCloud ein wenig bei einer Europakarte, auf der die Benelux-Staaten und Dänemark innerhalb deutscher Grenzen verschwinden – und das ausgerechnet auf einer Karte, die wohl dem amerikanischen Publikum nahebringen soll, wo Dänemark liegt.

Eine erste Vorabversion für Windows soll noch heute erscheinen. Fassungen für Mac OS X und Linux sollen folgen.

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