Googles „Browser Size“ hilft beim Webdesign

Googles „Browser Size“ (Bildschirmfoto)
Googles „Browser Size“ (Bildschirmfoto)

Google hat ein Werkzeug vorgestellt, das eine statistische Einschätzung geben soll, welche Bestandteile einer Webseite typischerweise ohne zu scrollen sichtbar sind. Die webbasierte Anwendung soll helfen, klassische Layoutfehler zu vermeiden.

Google hat mit „Browser Size“ ein webbasiertes Werkzeug veröffentlicht, das Hilfe bei der sinnvollen Gestaltung von Webseiten verspricht. Denn das Werkzeug zeigt, welcher Bereich für Nutzer mit unterschiedlich großen Browserfenstern tatsächlich sichtbar ist. Damit soll sichergestellt werden, dass wirklich wichtige Bedienelemente für möglichst viele Nutzer direkt sichtbar sind.

Um eine Webseite zu testen, wird deren Adresse in „Browser Size“ eingegeben. Voraussetzung hierbei ist allerdings, dass die Webseite Fremd-Skripte zulässt und nicht – wie etwa dasauge – aus Sicherheitsgründen blockiert. Eine überlagernde Grafik zeigt dann auf, welcher Bereich der Seite bei einigen gängigen Fenstergrößen direkt zu sehen ist. Dies ist natürlich nicht weiter aufregend, der Clou an der Sache ist jedoch, dass hierbei eine Einschätzung geboten wird, welcher Anteil der Websurfer Seitenelemente in einem bestimmten Bereich ohne zu scrollen findet. Grundlage dafür ist eine Statistik, mit welcher Browserfenster-Größe Internetanwender Google nutzen.

„Hilfreiches Werkzeug“

„‚Browser Size‘ kann ein durchaus hilfreiches Werkzeug sein, um einige grundlegende und typische Layoutfehler zu erkennen und zu reduzieren“, meint Michael Herczeg, Direktor des Instituts für Multimediale und Interaktive Systeme der Universität zu Lübeck. Die Darstellung beim Endbenutzer hänge aber von vielen Faktoren ab, die nicht so einfach erfassbar seien. Dazu zählten beispielsweise gewählte Fenstergrößen, Schriftgrößen, unterschiedliche Rendering-Engines der verwendeten Browser oder Stylesheets.

Komplexes Problem

„Der Betrachtungsausschnitt ist für eine Webseite natürlich wichtig. Danach kommt aber sofort die letztlich entscheidende Frage der Nutzung der sichtbaren Fläche durch geeignete Informationsauswahl, Informationsdarstellung, Informationsdynamik, Lenkung der Aufmerksamkeit, Struktur und Navigation durch eine Webseite“, so Herczeg. Es gehe dabei auch um Informationsergonomie. Der richtig gewählte Ausschnitt sei eine notwendige, aber keinesfalls hinreichende Voraussetzung für ein gebrauchstaugliches Informations- oder gar Interaktionsangebot.

„Eine professionelle Webseiten-Entwicklung bleibt auch weiterhin eine anspruchsvolle Aufgabe für Anwendungsexperten, Interaktionsdesigner und Software-Ergonomen“, betont daher der Software-Ergonomie-Experte. Werkzeuge wie „Browser Size“ könnten leicht den Blick für diese umfassende Herausforderung verstellen und den Eindruck vermitteln, dass man mit ein paar solchen Hilfsmitteln zu einer guten Lösung kommen sei.

Archiv | pte

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