Leitsystem des neuen Berliner Flughafens vorgestellt

Das Designbüro Moniteurs hat das Leitsystem für den neuen Berliner Flughafen vorgestellt. Es entstand in besonders enger Zusammenarbeit mit den Architekten und umfasst daher einheitliche „Horizonte“ und klare Sichtachsen im gesamten Gebäude.

Das Designbüro Moniteurs gestaltet das Leit- und Orientierungssystem für den künftigen Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) im Auftrag von gmp Architekten, JSK Architekten und den Berliner Flughäfen. Nach Fertigstellung der zurzeit größten Flughafenbaustelle Europas sollen dort ab 2012 jährlich bis zu 27 Millionen Reisende abgefertigt werden. Passagiere und Besucher, Lieferanten und Flughafenpersonal sollen sich dank der neu entwickelten Gestaltung sicher und schnell zurechtfinden.

Die Experten haben ein umfassendes Designkonzept erarbeitet, das den Umgang mit Farben und Formaten, Schrift und Mehrsprachigkeit der Beschilderung auf dem gesamten Flughafengelände regelt. Die Designer stimmen alle im Gebäude und auf dem Außengelände des Flughafens eingesetzten Leitsysteme aufeinander ab. Vom Straßenverkehr über das Fußgänger- und Fahrradleitsystem bis zu den Betriebsgebäuden greift die Wegekommunikation dann nahtlos ineinander. Damit prägen die Gestalter die visuelle Kommunikation des Flughafens maßgeblich, die sich so passgenau in das Erscheinungsbild des Flughafens einfügt. Und sie sorgen für schnelle Orientierung und fließenden Publikumsverkehr.

Einbindung in die Architektur

Dank ihrer bereits langjährigen Zusammenarbeit mit den Architekten bekamen die Gestalter die Möglichkeit, das Leitsystem optimal in die Architektur einzubinden: Dazu schufen sie einheitliche „Horizonte“ und klare Sichtachsen im gesamten Gebäude, um die Orientierung zu erleichtern. „Ein Flughafen, der das neuzeitliche Tor zu einer Stadt darstellt, hat geradezu die Verpflichtung, unverwechselbar zu sein und sich als Ort des Ankommens und Abreisens einzuprägen. Diese Identität zu entwickeln, ist uns ein zentrales Anliegen“, sagen Professor Meinhard von Gerkan und Hubert Nienhoff, die für das Projekt maßgebenden Architekten.

Prägnantes Farbklima

Die Gestaltung greift Prinzipien aus der Architektur auf und zitiert deren lineare Strukturen. Sie dienen dazu, Informationen ohne den Einsatz zusätzlicher Farben zu differenzieren. Die weiße Schrift im Kontrast zu dem frischen, strahlenden Orangerot und dem intensiven, klassischen Purpurrot soll das System prägnant und schnell erfassbar machen. Das hellere Rot ist bekannt von den Farben der Länder Berlin und Brandenburg – als Botschafter der beiden Länder greift der Flughafen diese Farbe auf. Bezeichnend für die Servicefunktionen auf dem Flughafen stehen Grautöne. Über eine Tonwertoptimierung schafft das Designteam ein eigenständiges Farbklima. Alle Hinweisschilder und Tafeln sind mit energiesparenden Leuchtdioden (LED) beleuchtet.

Raster und Schrift

Die Formate der Beschilderung wurden aus dem Gestaltungsraster der Flughafenarchitektur entwickelt. So passen die modular aufgebauten Elemente exakt in die jeweilige Raumsituation. Auch eine eigene Schrift wurde entworfen: Sie nennt sich „BER“ und stammt von der xplicit Gesellschaft für visuelle Kommunikation mbH, die die Exklusivschrift in Zusammenarbeit mit Georg Seifert im Auftrag von Schindler Parent Identity entwickelt hat. In den Abstrichen einzelner typischer Buchstaben der „BER“ sollen Abflug und Landung erkennbar werden.

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