ADC Buch 2004

ADC Buch 2004

Kunst und Kreation in Kurt Weidemanns Buchgestaltung meisterhaft vereint – Günther Uecker stellt seine berühmten „Nagelbilder” zur Verfügung.

Das ADC Buch fasziniert weit über die Kreativ-, Design- und Werbeszene hinaus. Es gilt als maßgebliche Jahresdokumentation der jüngsten Branchentrends und wird nicht zuletzt auch wegen seiner jeweils wechselnden Gestaltung alljährlich mit Spannung erwartet.

Jetzt erscheint der aktuelle Band: Das ADC Buch 2004 zeigt sich in klassischem Outfit. Gestalter-Legende Professor Kurt Weidemann hat zwei schmale Bände in einer schönen Kassette geschaffen. In dem Softcover-Schuber steckt auch die dazu gehörige DVD. Das Ensemble ist ein regelrechtes Liebhaber-Stück für Freunde traditioneller Buchkunst und will mit seiner klassischen und handwerklich anspruchsvollen Machart überzeugen. „Weidemanns Gestaltungsidee ist weniger werblich-plakativ als die Konzepte aus den Vorjahren”, so der verantwortliche ADC-Vorstand Ralf Zilligen.

Neben dem klaren und konsequenten Design Weidemanns – auch bekannt als „Erscheinungs-Bildhauer” – trägt die Publikation die Handschrift des bedeutenden Malers und Objektkünstlers Günther Uecker. Er steuerte seine gefeierten „Nagelbilder” bei. Edelmetallene Nägel sind auch die begehrten Trophäen beim ADC Wettbewerb. Weidemann, mit dem Künstler gut befreundet, machte Ueckers künstlerische Darstellungen zum Leitmotiv seines Buchkonzepts. Ebenso wie die Piktogramme von Händen werden sie zur inhaltlichen Gliederung eingesetzt.

Alle Arbeiten, die während des 40. ADC Wettbewerbs mit einem goldenen, silbernen oder bronzenen Nagel dekoriert wurden oder eine Auszeichnung erhielten, sind im ADC Buch dargestellt, darunter etwa Spots, Kampagnen und Texte, Fotografien, Plakate und räumliche Gestaltungen. Erstmalig hatte der ADC bei seinem Wettbewerb im März 2004 auch die Kategorien Media und Musikvideos eingeführt, deren preisgekrönte Arbeiten nun ebenfalls in der Neuerscheinung bzw. auf der beiliegenden DVD zu finden sind.

Zu den Personen: Kurt Weidemann, geboren 1922, ist einer der einflussreichsten deutschen Gestalter und Typografen. Er studierte in den 1950er Jahren nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft und einer Schriftsetzerlehre an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart, wurde selbständiger Grafikdesigner, Werbeberater und Copywriter. Neben der Lehre befasste er sich mit Buchgestaltung, Gebrauchsgrafik sowie Textur.

Gemeinsam mit Aaron Burns gründete Kurt Weidemann zu Beginn der 1960er Jahre das International Center for the Typographic Arts in New York. Er lehrte an renommierten Hochschulen und beriet Großunternehmen bei der Gestaltung ihrer Corporate Identity. Als Präsident der Icograda stand er dem internationalen Dachverband der Grafiker vor. Die weltweit verwendete Schriftfamilie „itc Weidemann” geht auf ihn zurück. In seinem kritischen Werk „Wo der Buchstabe das Wort führt” hat er die zeitgenössische Typografie unter die Lupe genommen. Heute lebt und arbeitet er in Stuttgart „als stillvergnügter Greis” (Weidemann über sich selbst).

Der deutsche Maler und Objektkünstler Günther Uecker, geboren 1930, absolvierte zunächst eine Lehre als Maler und Reklamegestalter, bevor er in den 1950er Jahren Malerei an der Fachhochschule für angewandte Kunst in Wismar, an der Kunstakademie Berlin-Weißensee sowie an der Kunstakademie Düsseldorf studierte. Seit 1974 hält er einen Lehrstuhl an der Düsseldorfer Akademie inne. Der Name Günther Uecker ist seit Anfang der 1960er Jahre untrennbar mit der legendären Künstlergruppe Zero verknüpft. Bereits 1956 fertigte er seine ersten Strukturbilder mit genagelten Bildern. Die Reliefs, die sich charakteristisch durch sein Lebenswerk ziehen, gewinnen ihre besondere Dynamik durch das Wechselspiel von Licht und Schatten.

Uecker stellt weltweit aus und ist national und international mit Gastprofessuren und hohen Auszeichnungen geehrt worden. 1985 erhielt er das Bundesverdienstkreuz.


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