Helvetica-Vorgänger „Neue Haas Grotesk“ im OpenType-Pro-Format

Die Mutter der wohl populärsten Serifenlosen Helvetica, die „Neue Haas Grotesk“ aus den Fünfzigern, ist jetzt im OpenType-Pro-Format erhältlich. Bei der Digitalisierung wurde besonders viel Wert auf die Nähe zu den Originalentwürfen geachtet.

Mit der Schriftfamilie Neue Haas Grotesk hat Monotype einen Klassiker zu neuem digitalen Leben erweckt. Schriftdesigner Christian Schwartz überarbeitete die Serifenlose und legte dabei viel Wert darauf, die Schrift in ihrem Original zu erhalten. Die Neue Haas Grotesk stammt aus den fünfziger Jahren und wurde von dem Schweizer Max Miedinger entworfen. Abgewandelt und unter dem neuen Namen begann sie als Helvetica 1960 ihren Siegeszug. Sie gilt bis heute als eine der populärsten Schriften überhaupt.

Nun liegt die Neue Haas Grotesk erstmals im OpenType-Pro-Format vor. Sie ist in acht Schriftschnitten von Mager bis Schwer erhältlich, jeweils mit Kursivvarianten. Das OpenType-Pro-Format verfügt über einen sehr umfangreichen Zeichensatz und unterstützt die meisten mitteleuropäischen und viele osteuropäische Sprachen. Bestimmte Designmerkmale der Neue Haas Grotesk, die bei der heutigen Helvetica wegen technischer Restriktionen anders umgesetzt werden mussten, wurden in diesem präzisen, digitalen Abbild zurückgewonnen. Die Neue Haas Grotesk, wartet zudem mit einigen Alternativzeichen von Max Miedinger auf, einschließlich einem flachen R.

Zurück zu den Ursprüngen

Im Zuge technologischer Entwicklungen war das Original damals an die sich verändernden Bedingungen vom Hand- zum Maschinensatz angepasst worden. Dabei wurden einige ästhetische Merkmale verändert. Für den Handsatz lag Miedingers Originalschrift in Größen von fünf bis 72 Punkt vor, doch für jede Größe waren kleine Änderungen im Design erforderlich. Für den Maschinensatz wurden die Typen weiter vereinfacht. Die daraus hervorgegangene Schriftfamilie Neue Helvetica, 1983 veröffentlicht, kam in zusätzlichen Schriftschnitten und verbesserter Lesbarkeit. Die Versalhöhe wurde angepasst und die Zeichensetzung verbessert, und 2004 wurde die Familie um eine OpenType-Pro-Version ergänzt.

Doch bis zum heutigen Tag blieben die Veränderungen – als notwendiges Zugeständnis an die technische Entwicklung des letzten Jahrhunderts – bestehen. Die Neue Haas Grotesk führt den Schriftklassiker Helvetica zurück zu seinen Wurzeln, zurück zu Miedingers Originalentwurf.

Bei Linotype

Software und Lizenzen der Neue Haas Grotesk sind bei Linotype erhältlich. Die Schrift steht darüber hinaus für die Darstellung auf Webseiten im Rahmen des „Webfont“-Dienstes von Monotype zur Verfügung.

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