„American Type Founders Collection“: Schriftklassiker neu interpretiert

Amerikanische Gestalter wie Morris Fuller Benton und Robert E. Smith haben einige sehr renommierte Schriften entwickelt und die amerikanische Typografie mit geprägt. Mit der „American Type Founders Collection“ wurden einige dieser Schriften neu aufgelegt und für einen zeitgemäßen Einsatz neu interpretiert.

Es sind vor allem die Schriften, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in den USA veröffentlicht wurden, die bis heute weit verbreitet und nach wie vor beliebt sind. Dazu zählen vor allem viele „Gothic“-Schriften.

Auch in der „American Type Founders Collection“ nehmen diese Schriften eine wichtige Rolle ein. Da gibt es zum Beispiel die „Alternate Gothic“ von Morris Fuller Benton aus dem Jahr 1903. Es ist eine klassisch-amerikanische Groteskschrift. Ursprünglich existierten nur einige wenige Schnitte.

In der Neuinterpretation gibt es die „Alternate Gothic“ in 40 Schnitten. Es gibt „Condensed“- und „Compressed“-Schnitte sowie verschiedene Fettschnitte – von „Thin“ bis „Black“.

Neben der „Alternate Gothic“ sind die „Headline Gothic“, die „Poster Gothic“ und die „Wedding Gothic“ ebenfalls Bestandteil der Kollektion. Die Schriften haben unterschiedlich viele Schnitte.

„Brush“ und „Garamond“

Die aus dem Jahre 1942 stammende „Brush“ gehört sicher zu den bekanntesten Schreibschriften. Sie erinnert stark an die Werbetypografie der damaligen Zeit und wird auch heute noch gern verwendet.

Während die Original-„Brush“ ausschließlich in einem sehr fetten Schnitt vorhanden war, gibt es bei der überarbeiteten Schrift auch einige filigranere Schnitte.

Die letzte Schrift im Bunde ist die „Garamond“. Zwar handelt es sich bei diesem Klassiker um eine französische Schrift aus dem 16. Jahrhundert. Allerdings wurde die Schrift in den 20-er Jahren des letzten Jahrhunderts von Morris Fuller Benton und Thomas M. Cleland neu gezeichnet. Sie gehört zu den ersten Neuzeichnungen klassischer Schriften und hat daher ebenfalls einen Platz in der Sammlung gefunden.

Die „Garamond“ ist in 18 Schnitten erschienen und besitzt viele zusätzliche Zeichen wie Kapitälchen, Mediävalziffern und Ligaturen.

Schriften einzeln oder als Familie erhältlich

Die Schriften der „American Type Founders Collection“ sind als Einzelschnitte oder Familie erhältlich und kosten knapp 45 US-Dollar pro Schnitt. Erhältlich sind die Schriften bei Fontstand und Fonthaus. Die entsprechenden Webschriften findet man bei Webtype.

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