„Literata“: Googles neue Schrift für E-Books

Bislang war die „Droid Sans“ die Standardschrift für E-Books-App „Google Play Books“. Mit der „Literata“ hat Google jetzt eine neue Schrift herausgebracht, welche die „Droid Sans“ als Standardschrift für E-Books ablösen wird.

Google Play Books“ gehört sicher zu den verbreitetsten E-Book-Apps für Mobilgeräte. Zahlreiche digitale Bücher vertreibt Google dafür. Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung einer neuen Schrift bestand darin, die Schrift für unterschiedliche Auflösungen und Rendering-Technologien zu optimieren. Gerade bei E-Books steht die Lesbarkeit einer Schrift mit an vorderster Stelle.

Über 1.000 Zeichen vorhanden

Wenn ein Unternehmen wie Google eine Schrift entwickelt, ist es eigentlich klar, dass diese international einsatzfähig sein muss. Daher umfasst die „Literata“ über 1.000 Zeichen, sodass zahlreiche Sprachen abgedeckt sind. Unter anderem sind das lateinische, griechische und kyrillische Alphabet vorhanden.

Schwungvoll und chrakaterreich

Im Gegensatz zur „Droid Serif“, die aufgrund der Zugehörigkeit zur „Droid Sans“ einen eher nüchternen Charakter hat, sticht die „Literata“ durch ihre schwungvolle Linienzeichnung hervor.

Vor allem das große G und Q erinnern fast an handschriftliche Buchstaben. Insgesamt unterscheidet sich die Schrift deutlich vom technischen Charakter anderer Google-Schriften und dürfte sich daher vor allem für belletristische E-Books besonders eignen.

Die Schrift ist in den vier klassischen Schnitten vorhanden: „Regular“, „Italic“, „Bold“ und „Bold Italic“.

Entwickelt zusammen mit TypeTogether

Verantwortlich für die Gestaltung der Schrift ist das Schriftenfoundry TypeTogether, die mit der „Bree“ bereits eine bekannte und populäre Serifenschrift herausgebracht haben. Inspirieren ließen sich die Macher der „Literata“ durch schottische und romanische Schriften aus dem 19. Jahrhundert.

Einsatz findet die neue Schrift in „Google Play Books“ ab Version 4.3.5. Zur eigenen Verwendung ist die Schrift derzeit noch nicht erhältlich. Auch bei Google Fonts findet man sie noch nicht.

Aber von Google ist man es ja eigentlich gewohnt, dass Schriften auch für andere freigegeben werden. So bleibt zu hoffen, dass auch die „Literata“ ihren Weg in Googles Schriftenverzeichnis findet und auch als Download zur Verfügung gestellt wird.

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