Carter Sans: Neue Schrift von Matthew Carter

Matthew Carters neue Schrift ist eine „Serifenlose, deren Endschwünge wirken, als wären sie mit dem Meißel geschlagen und nicht mit dem Stift gezogen“. Sie ist ab sofort in der ITC-Library zu finden.

Monotype hat die neueste Schrift von Matthew Carter in die ITC-Library aufgenommen: Die Carter Sans basiert auf dem plattformübergreifenden OpenType-Format und liegt in acht Schnitten – Normal, Medium, Halbfett und Fett, jeweils mit kursiven Varianten – vor. Die Carter-Sans-Schriftfamilie steht ab sofort als Lizenz und Download bei Linotype zur Verfügung. Sie ist ebenfalls für die Verwendung im Internet erhältlich.

Wie in Bronze gemeißelt

Die Carter Sans ist laut Schriftdesigner Carter eine „Serifenlose, deren Endschwünge wirken, als wären sie mit dem Meißel geschlagen und nicht mit dem Stift gezogen“. Inspiriert durch das späte Werk seines Freundes Berthold Wolpe, hat Carter die humanistischen Anklänge, Formen und Einfachheit von dessen Schrift Albertus aufgenommen, die Wolpe 1940 für Monotype entwickelt hat. Die Schriftzeichen wirken nun wie in Bronze gemeißelte Lettern.

Beim Entwurf der Carter Sans arbeitete Carter mit Dan Reynolds von Linotype zusammen; Reynolds, selbst ein erfahrener Schriftdesigner, beaufsichtigte die Zeichensatz-Entwicklung und gestaltete außerdem die Kapitälchen zu Carters Mediävalziffern.

Mehr als 60 Schriftfamilien

Carters Karriere umfasst bereits mehrere Jahrzehnte – die Schrift hat sich während dieser Zeit von der Ausgabe auf der gedruckten Seite zur Ausgabe am Bildschirm verändert. Carter hat dabei alle Bereiche der Schriftherstellung erlebt: Als Teenager schnitt er als Stempelschneider Buchstabenformen von Hand. Mit zunehmend modernerer Technik hat Carter im Laufe der Zeit Fonts für den Fotosatz, für das Desktop Publishing und heute für Geräte der Unterhaltungselektronik entwickelt.

Carter gestaltete mehr als 60 Schriftfamilien: sowohl Skript-Schriften wie die Snell Roundhand, Cascade Script oder Shelley Script als auch moderne Klassiker wie die ITC Charter, ITC Galliard oder Olympian. Zu Carters Werk gehören insbesondere auch weitverbreitete Schriftfamilien wie die Tahoma, Verdana und Georgia, die Bestandteil von Microsoft Windows sind. Darüber hinaus hat er eigene Schriftarten für Publikationen wie die New York Times, die Washington Post, den Boston Globe, Wired, Newsweek und Time gestaltet. Unternehmen wie AT&T beauftragten Carter zum Beispiel im Jahr 1980 für eine gut lesbare, platzsparende Schrift für Telefonbücher.

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